FAQ

Foire aux questions

Wer trägt die Kosten bei einer Bettwanzen-Behandlung?


Wenn Sie den Schädling selbst eingeschleppt haben, müssen Sie die Bekämpfung selbst bezahlen. Einzig der Vormieter könnte den Bettwanzen-Befall verursacht haben (wenn Sie in den ersten 3 Nächten nach Einzug gestochen werden). In diesem Fall sollten Sie den Vermieter kontaktieren, welcher sich mit dem Vormieter einigen sollte.

Ist die Ursache des Bettwanzenbefalls jedoch unklar und sind mindestens zwei Parteien in einem Haus betroffen, muss die Vermieterin oder der Vermieter die Bekämpfung bezahlen.




Wie kann ich die Verbreitung der Bettwanzen bis zur Behandlung vermeiden?


Die Bettwanzen folgen ihrer Nahrungsquelle – dem Menschen. Sollten Sie Bettwanzen in Ihrer Wohnung oder im Haus entdecken, dann ist es wichtig, dass Sie ihren Schlafplatz nicht ändern.

Wenn Sie das Zimmer wechseln, nehmen Sie einige Bettwanzen mit und ein Teil wird bis zu 1½ Jahren ohne Blutmahlzeit weiterleben.

Auch Gegenstände, welche sich in der befallenen Zone befinden, dienen als «Transportmittel» für die Bettwanzen. Bitte bewegen Sie solche Gegenstände bis zur Behandlung deshalb nicht aus den Zimmern.

Wurden Sie in den Ferien gestochen oder vermuten einen Bettwanzen-Befall im Hotelzimmer, dann sollten Sie das Gepäck keinesfalls in die Wohnung bringen. Rufen Sie uns an und wir werden das Gepäck einfrieren und Sie über die weiteren Schritte informieren.

GANZ WICHTIG: Benutzen Sie keine Bettwanzen-Sprays oder andere Mittel, welche die Bettwanzen vorübergehend vertreiben, jedoch nicht bekämpfen werden. Die Wanzen fangen sonst an, aus dem Zimmer abzuwandern und verteilen sich in der ganzen Wohnung oder wandern über Leitungsschächte und andere Durchgänge in benachbarte Wohnungen.

Rufen Sie uns beim Verdacht eines Befalls an, damit wir die genaue Vorgehensweise besprechen können. Wir werden Ihnen helfen den Befall mittels Suchhunde und Techniker zu lokalisieren um die Kosten somit zu minimieren.




Wie erkenne ich eine Bettwanze und wie sieht diese aus?


Die Bettwanze hat fünf Larvenstadien, bei Stadium 2 bis 5 ist das Aussehen sehr ähnlich und es ändert sich praktisch nur die Grösse. Die ausgewachsene Bettwanze ist zwischen 3.8 bis 5.9 mm lang, flach und eher oval. Vollgesogen kann sie bis zu 9.5 mm lang werden und sieht ähnlich wie ein Apfelkern aus. Im 1. Stadium ist die Nymphe 1 bis 2 mm gross und heller, Fühler und Beine sind im Verhältnis zum Körper länger als bei den andere Stadien. In diesem Stadium besteht die Gefahr einer Verwechslung mit einer Staublaus. Die Eier sind oval und weisslich mit einer Grösse von etwa 2,5 mm lang und 0,5 mm im Durchmesser.




Wie sehen Bettwanzenstiche aus?


Häufig wird der Einstich der Bettwanzen nicht direkt wahrgenommen. Die anschliessende Hautreaktion kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausfallen. Oft äussert sie sich in Form von juckenden und geröteten Pusteln, deren Durchmesser wenige Millimeter bis einige Zentimeter betragen kann, aber auch Blasen und Quaddeln können auftreten. Andere Menschen reagieren überhaupt nicht auf die Stiche, was sich aber im Verlauf eines Befalls, das heisst bei wiederholter Stichbelastung, ändern kann. Häufig treten die Hautreaktionen zeitlich verzögert auf, unter anderem sogar über eine Woche später ist. Bettwanzenstiche sind meistens gruppenweise bzw. in Reihe angeordnet, können aber auch einzeln auftreten.

Die Hautreaktionen lassen keine Diagnose zu (auch nicht vom Hautarzt) und können nicht als Nachweis für einen Bettwanzenbefall dienen, da sie so unterschiedlich ausfallen. Als Verursacher von Stichen kommen vor allem in den Sommermonaten auch viele andere stechende Insekten in Frage wie Mücken, Flöhe, Milben etc.




Übertragen Bettwanzen Krankheitserreger?


Da Bettwanzen blutsaugende Insekten sind, können damit theoretisch auch Krankheitserreger übertragen werden. Bislang konnte im natürlichen Umfeld eine Erregerübertragung durch Bettwanzen aber nicht nachgewiesen werden, es gibt auch keine Berichte über Krankheitsausbrüche, die mit Bettwanzen in Verbindung gebracht werden können. Das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern durch Bettwanzen wird als äusserst gering eingeschätzt.




Hat ein Bettwanzenbefall andere gesundheitliche Folgen?


In der Regel jucken Bettwanzenstiche stark und durch das Aufkratzen der Haut kann es zu bakteriellen Infektionen kommen.

Ein Bettwanzenbefall wird ausserdem häufig als ekelerregend empfunden, da es sich bei den Tieren um blutsaugende Insekten handelt, die sich dauerhaft in den persönlichen Rückzugsbereichen des Menschen (Bett, Schlafzimmer) bzw. in unmittelbarer Nähe dazu aufhalten. Bei einzelnen Personen stellt dies eine enorme psychische Belastung dar, die sich in Albträumen, Überwachsamkeit, Angstzuständen, sozialer Isolierung und weiteren persönlichen Einschränkungen äussern kann. Auch kann die Stichbelästigung zu starken Schlafstörungen führen. Der Einsatz von Insektiziden bei Bekämpfungsmassnahmen im Wohn- und vor allem im Schlafbereich wird häufig als sehr belas­tend empfunden.




Wie verbreiten sich Bettwanzen?


Bettwanzen verbreiten sich durch den Transport befallener Gegenstände. Dies können Gebrauchtgegenstände sein, die beispielsweise von der Strasse mitgenommen oder auf dem Flohmarkt bzw. im Gebrauchtwarenhandel erworben werden (z. B. Möbelstücke, Matratzen, Bilderrahmen, CDs und DVDs usw.). Auch der Handel von gebrauchten Gegenständen über das Internet spielt bei der Verbreitung der Bettwanzen eine wichtige Rolle.

Reisegepäckstücke stellen ebenfalls ein geeignetes Transportmittel für Bettwanzen dar. Wohnen Reisende in befallenen Unterkünften, kann es vorkommen, dass sich einzelne Tiere in Koffern oder Taschen verstecken und auf diese Weise mitgenommen werden. So kann ein einziges befruchtetes Weibchen im Reisegepäck ausreichend sein, um beispielsweise im eigenen Haushalt einen neuen Befall zu verursachen. Bei starken Befällen kann es auch zu einer Abwanderung der Tiere in benachbarte Wohnungen kommen.




An welchen Orten treten Bettwanzen gehäuft auf?


Auf Grund der Verbreitungsweise sind neben privaten Haushalte insbesondere Orte mit hoher Personenfrequenzen wie Hotels, Hostels, B&Bs, Airbnbs, Wohnheime oder andere Gemeinschaftseinrichtungen aller Art, aber auch Gesundheits-Einrichtungen und Transportmittel wie Flugzeuge und Bahnen von Bettwanzenbefall betroffen.




Halten sich Bettwanzen am Körper des Menschen auf und können sie auf diesem Wege verbreitet werden?


In der Regel halten sich Bettwanzen nur zum Blutsaugen auf ihren Wirten auf. Bei Massenbefällen allerdings, wenn Hunderte bis Tausende Bettwanzen in den bewohnten Räumen auftreten, können auch herumlaufende Tiere auf den Wirten beobachtet werden. In solchen Fällen könnte eine Verbreitung der Tiere über den Transport am Körper des Menschen stattfinden, in anderen Fällen ist dies eher unwahrscheinlich.




Wie kann man einen Befall erkennen?


Die Diagnose „Bettwanzen“ wird oft schnell ein Thema, ohne dass die Tiere nachgewiesen werden können. Dies kann zu unüberlegten Gegenmassnahmen führen, die bestenfalls wirkungslos sind. Oft ist eine intensive Suche notwendig, um der Ursache für die Stichbelästigung auf die Spur zu kommen.

Das Auftreten von Stichen insbesondere zu Jahreszeiten, in denen keine Mückenstiche zu erwarten sind, kann ein Hinweis auf einen Befall mit Bettwanzen sein.

Bettwanzen, die auf Nahrungssuche sind, können frei herumlaufend, beispielsweise auf dem Bett oder an der Wand, gesehen werden. Andernfalls halten sie sich in Verstecken auf. Sie sind häufig im Bett (z. B. im Lattenrost) oder Schlafsofa und anderen Möbelstücken, in und hinter Bilderrahmen, hinter Lichtschaltern, Tapeten, Scheuerleisten/Sockel usw. zu finden, wo sie Kotspuren in Form von schwarzen Punkten hinterlassen. In den Verstecken findet man auch ihre Häutungshüllen. An dem Vorhandensein von Bettwanzen, ihren Kotspuren und Häutungshüllen ist ein Befall eindeutig zu erkennen. Manchmal hinterlassen Bettwanzen nach dem Blutsaugen winzige Blutflecke auf der Kleidung oder der Bettwäsche der Betroffenen. Der Nachweis eines Bettwanzenbefalls kann sehr schwierig sein, insbesondere wenn es sich um einen leichten Befall handelt und die Verstecke der Tiere nicht gefunden werden. Sollte der Verdacht aufkommen, dass ein Bettwanzenbefall vorliegt, muss ein Schädlingsbekämpfer verständigt werden. Nur auf Basis einer eindeutigen Befalls-Diagnose kann eine erfolgreiche Bekämpfung durchgeführt werden.




Wann bemerkt man einen Bettwanzenbefall im eigenen Haushalt?


Die Übernachtung in befallenen Räumen oder der Erwerb eines befallenen Gegenstands kann zum Zeitpunkt des Verdachts auf einen Bettwanzenbefall in den eigenen Räumlichkeiten schon einige Zeit zurückliegen. In der Regel setzt die Stichbelästigung erst nach mehreren Wochen ein, wenn sich die Bettwanzen vermehrt haben und mehrere Tiere Blut saugen. Ebenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt werden herumlaufende Tiere, an dem der Befall bereits fortgeschritten ist, gesehen. Daher ist höchste Aufmerksamkeit geboten, wenn wissentlich eine Übernachtung in befallenen Räumen stattgefunden hat.




Können Spürhunde einen Bettwanzenbefall erkennen?


Der Einsatz von Bettwanzen-Spürhunden ist in den vergangenen Jahren in zunehmendem Masse populär geworden. Seit Juni 2016 können Besitzer/Ausbilder sowohl ihre Hunde als auch sich selbst bei der Bed Bug Foundation zertifizieren lassen. Das Anschlagen eines solchen Hundes kann grundsätzlich als Hinweis auf einen bestehenden Befall interpretiert werden. Dieser Hinweis muss vor einer Bekämpfungsmassnahme durch den Nachweis von einer fachkundigen Person (z. B. Schädlingsbekämpfer, Insektenkundler) bestätigt werden und sollte ohne diesen keinesfalls als gesichertes Ergebnis angesehen werden. Erst nach diesem Nachweis kann eine Bekämpfungsmassnahme in Auftrag gegeben werden.




Kann man einen Bettwanzenbefall selbst bekämpfen?


Die Bekämpfung eines Bettwanzenbefalls ist in der Regel sehr aufwendig und kann bei starken und massiven Befällen auch für erfahrene Schädlingsbekämpfer eine grosse Herausforderung darstellen. Sie ist aber leichter, kann schneller verlaufen und ist dadurch kostengünstiger, wenn ein Befall frühzeitig erkannt und bekämpft wird. Daher ist es wichtig, dass bei Verdacht ein professioneller Schädlingsbekämpfer konsultiert wird. Nur er darf wirksame Insektizide oder Wärmebehandlungen adäquat anwenden und so ein Bettwanzenbefall erfolgreich beseitigen. Aber eine Bekämpfung in Eigenregie wird keine vollständige Beseitigung der Schädlinge zur Folge haben und kann unter Umständen (z. B. durch die fehlerhafte Anwendung/Ausbringung von Insektiziden) sogar gesundheitsschädigende Wirkung haben. In diesem Zusammenhang wird auch von der Verwendung von im Internet frei verkäuflichen Produkten zur Bettwanzenbekämpfung dringend abgeraten.

Auch ein mehrwöchiges Verlassen der Wohnung wird nicht dazu führen, dass die Tiere verhungern. Bettwanzen können lange Hungerperioden überstehen und dementsprechend bis zur Rückkehr der Bewohner überleben. Unter Umständen kann sich der Befall auf benachbarte, bewohnte Zimmer oder Wohnungen ausbreiten.




Wie wird eine Bekämpfung durchgeführt?


Zunächst stellt die Ermittlung der Befalls-Ursache einen wichtigen Bestandteil der Bekämpfungsmassnahme dar. Besteht die Quelle des Befalls weiterhin, kann eine Bekämpfung vollkommen nutzlos sein. So kann es beispielsweise vorkommen, dass die Ursache in einer befallenen Nachbarwohnung zu finden ist. Erfolgt in dieser Wohnung keine begleitende Bekämpfungsmassnahme und können Bettwanzen weiterhin einwandern, wird der vorliegende Befall nicht beseitigt werden. Auch andere blutsaugende Wanzenarten, die von dem Laien nicht von Bettwanzen zu unterscheiden sind, können in Wohnräume einwandern. Dabei handelt es sich um Schwalben- (Oeciacus hirundinis), Tauben- (Cimex columbarius) und Fledermauswanzen (Cimex dissimilis und Cimex pipistrelli). Stehen deren Blutwirte nicht mehr zur Verfügung, beispielsweise wenn im Herbst die Schwalben ihre Nester verlassen, nutzen die in den Nestern zurück gebliebenen Wanzen den Menschen vorübergehend als Wirt. Auch vor diesem Hintergrund ist die Ermittlung der Befalls-Ursache von entscheidender Bedeutung, da eine Insektizid-Behandlung innerhalb der Wohnung in einem solchen Fall nicht dazu führen wird, dass dem Befall ein Ende gesetzt wird. Hier ist es notwendig, Massnahmen im Aussenbereich vorzunehmen, für die gegebenenfalls spezielle Genehmigungen eingeholt werden müssen.

Eine Bekämpfung von Bettwanzen unter Verwendung von Insektiziden ist in der Regel nicht mit einer einmaligen Bekämpfungsmassnahme abgeschlossen, sondern umfasst je nach Stärke des Befalls mehrere Behandlungen, die sich über Wochen hinweg erstrecken. Falls möglich, sollte immer eine thermische Behandlung vorgezogen werden.




Welche Wirkstoffe werden bei einer Bekämpfung von Bettwanzen eingesetzt?


Bei einer Bekämpfung von Bettwanzen werden vor allem Kontaktinsektizide mit Langzeitwirkung (Residualwirkung) eingesetzt. Diese Produkte enthalten derzeit Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethoide (z. B. lphacypermethrin, Permethrin), Carbamate (z. B. Bendiocarb) und Pyrrole (z. B. Chlorfenapyr). Auf Grund des Auftretens von Resistenzen werden diese Wirkstoffe auch in Kombination eingesetzt. Die Anwendung von Kontaktinsektiziden mit Langzeitwirkung erfordert Erfahrung und Sachkenntnis und sollte daher nur durch berufsmässige Anwender mit Sachkunde (Schädlingsbekämpfer) erfolgen.




Gibt es bei Bettwanzen Resistenzen gegen die Wirkstoffe?


Der verbreitete Einsatz insbesondere von Präparaten, die Wirkstoffe der Klasse der Pyrethroide enthalten, hat dazu geführt, dass Bettwanzen in vielen Ländern Resistenzen gegen diese Wirkstoffe entwickelt haben. Dies hat die ohnehin komplexe Bekämpfung der Bettwanzen vor allem in den USA und Australien stark erschwert.




Was sollte man tun, wenn eine wiederholte Behandlung nicht erfolgreich ist?


Falls trotz wiederholter, adäquater Bekämpfungsmassnahmen dennoch Bettwanzen auftreten und ein kontinuierliches Einwandern von Bettwanzen aus benachbarten Räumen oder Wohnungen ausgeschlossen werden kann, können Sie sich über die Bettwanzen Hotline Schweiz 0840 808 888 informieren.




Sind die Insektizide gefährlich für die Gesundheit und die Umwelt?


Leider ist bei einem Bettwanzenbefall der Einsatz von chemischen Insektiziden häufig nicht vermeidbar. Schädlingsbekämpfungsmittel für die Bettwanzenbekämpfung enthalten in der Regel insektizide Wirkstoffe, die auch eine schädigende Wirkung auf die Umwelt und auf Nicht-Ziel-Organismen (wie z. B. andere Insekten) haben können. Auch reagieren manche Personen sensibel auf Insektizide.

Da die betroffenen Personen den Insektiziden unmittelbar ausgesetzt sind, ist es umso wichtiger, dass die Anwendung der Biozide fachgerecht, das heisst durch einen professionellen Schädlingsbekämpfer, erfolgt. Nur so kann das Risiko für die Gesundheit und die Umwelt möglichst geringgehalten werden.




Ist eine Bekämpfung von Bettwanzen auch mit Wärmeöfen möglich?


Seit einigen Jahren werden Bettwanzen immer mehr auch mit Hitze bekämpft. Mittels speziellen Geräten bringt der Schädlingsbekämpfer dabei einzelne Räume und auch ganze Häuser auf für Bettwanzen tödliche Temperaturen. Auf diese Weise können die Wanzen bei richtiger Durchführung mit einer einmaligen Behandlung vollständig abgetötet werden. Vor einer thermischen Behandlung ist der befallene Raum genauso zu inspizieren, wie vor einer insektiziden Behandlung. Alle hitzeempfindlichen Gegenstände (z. B. unter Druck stehende Behälter (z. B. Haarspray und Feuerlöscher), entflammbare Flüssigkeiten (z. B. Parfums) oder Medikamente müssen dicht verpackt aus dem Raum entfernt und separat behandelt werden.

Da in allen Bereichen des zu behandelnden Raumes eine Mindesttemperatur von 50 °C bis maximal 60 °C für die Dauer von mindestens 24 Stunden erreicht werden muss, dauert eine Wärmeentwicklung, je nach Raumgrösse und -beschaffenheit, zwischen 48 und 72 Stunden.

Um den Erfolg einer Wärmebehandlung sicherzustellen, müssen die sich im Raum befindliche Möblierung und weitere Ausstattung, die als Bettwanzenversteck dienen kann (z. B. Steckdosen, Lüftungskanäle), abgerückt bzw. demontiert werden. Sämtliche Ritzen/Spälte müssen versiegelt werden, um zu verhindern, dass Bettwanzen in benachbarte Räume fliehen. Schwer erreichbare Ritzen und Zwischenräume können mit Kieselgur (Diatomeenerde) behandelt werden. Eine zusätzliche Behandlung mit chemischen Insektiziden kann trotzdem, je nach Gegebenheit des Gebäudes nötig sein. Neben der thermischen Behandlung von ganzen Räumen können auch Gegenstände (z. B. Möbel und Koffer) in dafür geeigneten Vorrichtungen bei einer Mindesttemperatur von 55 °C für die Dauer von mindestens 60 Minuten behandelt werden.




Wie kann ich empfindliche Gegenstände oder ganze Koffer behandeln?


Die abc - Schädlingsbekämpfung bietet eine Kältebehandlung bei -35 Grad an, bei der ganze Gepäckstücke über mehrere Tage behandelt werden können.




Welche Massnahmen kann der Betroffene selbst durchführen?


Ein Bettwanzenbefall kann nur durch einen professionellen und erfahrenen Schädlingsbekämpfer erfolgreich beseitigt werden. Der Schädlingsbekämpfer ist aber auf die Zusammenarbeit mit dem Betroffenen angewiesen. Daher ist es wichtig, dass die Empfehlungen des Schädlingsbekämpfers beachtet werden. Keinesfalls sollten befallene Gegenstände ohne Behandlung und Verpackung aus den Wohnräumen entfernt bzw. zur Mitnahme an die Strasse gestellt werden, da Tiere auf diese Weise an anderen Orten einen neuen Befall auslösen können.

Befallene Kleidungen können bei 60 °C im längsten Waschprogramm mit genügend Waschmittel und im Wäschetrockner bei 60 °C von Bettwanzen befreit werden. Einzelne hitzeunempfindliche Gegenstände können auch dicht verpackt mindestens eine Stunde (abhängig vom Volumen) im Ofen bei mindestens 55 °C erhitzt werden. Auf diese Weise werden sowohl die Wanzen als auch die Eier abgetötet. Freilaufende Bettwanzen können zerquetscht (z. B. Fuss, Fliegenklatsche) oder mit dem Staubsauger eingesaugt werden. Der Staubsaugerbeutel muss danach entsorgt werden.

Von den Wanzen abgelegte Eier können mit einem stark klebenden Klebeband von den Unterlagen abgelöst werden. In den meisten Fällen beschränken sich der Bettwanzenbefall und die Bekämpfungsmassnahme auf einzelne Räume. Es ist wichtig, dass keine Gegenstände aus diesen Räumen in andere gebracht werden, denn darin können sich Bettwanzen befinden, die so von der Behandlung nicht betroffen werden. Dies kann zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Bettwanzenbefalls führen.

Entscheidend ist, dass bei keiner der beschriebenen Massnahmen Wanzen oder Eier überleben können.




Was ist ausserdem wichtig für eine erfolgreiche Bekämpfung?


Um eine eindeutige Diagnose festzustellen, führt ein professioneller Schädlingsbekämpfer vor der Bekämpfungsmassnahme eine Vor-Ort-Begehung durch. Ohne einen eindeutigen Nachweis von Bettwanzen (am besten lebende Stadien, aber auch Häutungshüllen und Kotspuren) ist eine Bekämpfungsmassnahme als unseriös einzustufen. Die Räumlichkeiten werden auf die Bekämpfung vorbereitet und die Betroffenen hinsichtlich der Zusammenarbeit aufgeklärt. Der Schädlingsbekämpfer verspricht nicht, dass der Befall mit einer einmaligen chemischen Bekämpfungsmassnahme beseitigt ist.

Zwischen dem Betroffenen und dem Schädlingsbekämpfer sollte ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, da ohne die Zusammenarbeit eine erfolgreiche Beseitigung des Befalls äusserst schwierig, langwierig und dadurch teuer werden kann.




Was kann man vorbeugend gegen einen Bettwanzenbefall tun?


Es sollte unter allen Umständen vermieden werden, dass Bettwanzen in die eigene Wohnung gelangen können. Daher ist es empfehlenswert, auf Reisen das Zimmer vor der Übernachtung (insbesondere das Bett und die Matratze) nach den Tieren und ihren Spuren abzusuchen. Ebenfalls an Rändern von Wandverkleidungen und Steckdosen/Lichtschaltern oder auf Lampen, Nachttischen usw. können schwarze Kotspuren einen Hinweis auf Bettwanzenbefall liefern. Gepäckstücke sollten grundsätzlich verschlossen und in grösstmöglicher Entfernung zum Bett aufbewahrt werden. Falls Bettwanzen entdeckt werden, sollte unbedingt bei der Rezeption ein anderes Zimmer verlangt werden. Hat eine Übernachtung in einem befallenen Zimmer stattgefunden, sollten Sie sich bei unserer Bettwanzen Hotline Schweiz 0840 808 888 melden, um das gesamte Gepäck zu behandeln, damit keine Tiere in Ihre Wohnung eingebracht werden.

In den drauffolgenden Wochen sollten Sie auf Stiche achten und potentielle Wanzenverstecke regelmässig untersucht werden.

Gebrauchtwaren sollten vor dem Kauf auf Bettwanzen bzw. deren Spuren abgesucht werden. Befindet sich ein befallener Gegenstand bereits in der Wohnung, sollte er fest eingepackt werden, so dass keine Tiere entkommen können. GANZ WICHTIG: Benutzen Sie keine Bettwanzen-Sprays oder andere Mittel, welche die Bettwanzen vorübergehend vertreiben, jedoch nicht bekämpfen werden. Die Wanzen fangen sonst an, aus dem Zimmer abzuwandern und verteilen sich in der ganzen Wohnung oder wandern über Leitungsschächte und andere Durchgänge in benachbarte Zimmer und Wohnungen.




Trägt der Vermieter die Kosten für die Bekämpfungsmassnahme?


Wenn Sie den Schädling selbst eingeschleppt haben, müssen Sie die Bekämpfung selbst bezahlen. Einzig der Vormieter könnte den Bettwanzen-Befall verursacht haben (wenn Sie in den ersten 3 Nächten nach Einzug gestochen werden). In diesem Fall sollten Sie den Vermieter kontaktieren, welcher sich mit dem Vormieter einigen sollte.

Ist die Ursache des Bettwanzenbefalls jedoch unklar und sind mindestens zwei Parteien in einem Haus betroffen, muss die Vermieterin oder der Vermieter für die Bekämpfung aufkommen.





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